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Auf halbem Weg zwischen Innsbruck und Kufstein liegt auf einer wellig geformten Terrasse in der Nähe der Ortschaft Kramsach östlich des Reintaler Sees das "Freilichtmuseum Tiroler Bauernhöfe". Aus den verschiedenen Talschaften Tirols sind 14 typische und zum Teil sehr alte Bauernhöfe zu besichtigen.
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Auf dem Weg durch das Museum entdeckt der Besucher reizvolle architektonische Details und bekommt Einblick in die traditionelle bäuerliche Lebens- und Arbeitswelt, die lange Zeit das Leben in Tirol bestimmte. Dazu zählen auch viele Nebengebäude und Zeugnisse ländlicher Technik (Säge, Mühle, Göpel), der Volksfrömmigkeit (Kapellen, Kreuzweg) und eine Schule, die mit ihrem Charme bezaubert.
Ab Palmsamstag bis zum 31.10 eines jeden Jahres ist das Freilichtmuseum geöffnet.
Im Herbst 1974 wurde der Verein "Museum Tiroler Bauernhöfe" mit dem Ziel gegründet, die Lebens- und Wirtschaftsweise der bäuerlichen Bevölkerung Tirols in vorindustrieller Zeit darzustellen. Der wirtschaftliche Aufschwung, den das Land Tirol seit den 50er Jahren erlebt hat, führte auch in der bäuerlichen Welt zu Umbrüchen. Die alten Bauernhöfe und ihre Nebengebäude sind oft nur schwer den geänderten wirtschaftlichen und technischen Erfordernissen unserer Zeit anzupassen. Sie wurden vielerorts abgerissen bzw. tiefgreifend verändert. Um der Nachwelt diese hervorragenden Zeugnisse der Vergangenheit und Baukunst zu erhalten hat man einige der schönsten Exemplare aus Nord-, Ost- und Südtirol ins Museum übertragen und hier wieder aufgebaut.
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Auf Europas einzigem Museumsfriedhof finden sich historische Grabkreuze aus fünf Jahrhunderten, größtenteils mit originellen Sprüchen, die den Besucher schmunzeln lassen.
Hans Guggenberger hat auf seinem Areal neben seiner Schmiede- und Steinmetzwerkstätte unzählige dieser historischen Relikte restauriert und aufgestellt.
Würde jemand die auf dem weltweit einzigartigen Museumsfriedhof in Kramsach befindlichen Grabinschriften und Marterlsprüche heute verwenden, würde man ihn für pietätlos halten. Aber vor rund 100 Jahren hatten die Menschen noch eine ganz andere Beziehung zu Sterben und Tod. Was man heute nach Möglichkeit verschweigt, war damals in aller Munde. |
(c) 2006, Gärtig
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