Kulturelle Eigenheiten sind natürlich gegeben, aber solche sind schon von Tal zu Tal auszumachen. Somit bildet jedes Tal eine abgeschlossene Kultureinheit, die alle auf mehr oder weniger gemeinsamen Traditionen basieren.
Brauchtum ist aber nur dann überlebensfähig, wenn es aus einem inneren Bedürfnis der Bevölkerung gepflegt wird. Daher muss es auch wandelbar sein, ohne jede Zeitströmung mitmachen zu müssen, d.h. auch neue Lebensäußerungen fließen in die bodenständige Kultur ein, solang sie „nicht aufgezwungen werden“
(www.sanktmartin.it, 2004). Die Tiroler bewahren ihre Sensibilität für Altes mit umsichtigem Blick in die neue Zeit; gelebte und erlebte Tradition mit Ehrfurcht und Respekt der Geschichte.
Wahrung und Förderung von Tradition und Brauchtum sind in Tirol Bestandteile der geistig-kulturellen Wohlstandssicherung. Tradition und Brauchtum stehen hier nicht im Gegensatz zu Entwicklung und Fortschritt, sondern bilden deren Grundlage.
Geschichte, Sprache und Kultur spiegeln sich in Tradition und Brauchtum wieder. Die Politik hat die Aufgabe, Bürger, Vereine und Verbände zu fördern, welche Tradition und Brauchtum pflegen.
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